Interview mit CarbonFreed-Gründer Marko Ibsch zur Umsetzung der NELEV Novelle und Änderung der Leistungsgrenze für die Anlagenzertifizierung

“Unser KI-Chatbot soll zukünftig alle Fragen zum Netzanschlussverfahren beantworten”  

“Unser KI-Chatbot soll zukünftig alle Fragen zum Netzanschlussverfahren beantworten”  

CarbonFreed launcht zur Intersolar den gridcert Chatbot. Im Interview erklärt CTO Niklas Schreiber, warum das Schleswig-Holsteiner Greentech das KI-Tool entwickelt hat, welche Informationen der Chatbot liefert und welche Funktionen er zukünftig noch erfüllen soll. 

 

Niklas, warum habt Ihr einen eigenen Chatbot entwickelt? 

Niklas: Wir wollen unseren Kunden mit dem gridcert Chatbot die Möglichkeit geben, so einfach es geht, an die für sie relevanten Informationen zu kommen. Unser KI-Chatbot soll in Zukunft alle Fragen zum Netzanschlussverfahren und den VDE-Normen so beantworten, dass der gesamte Prozess für unsere Kunden noch schneller abläuft. Mit Blick auf den geplanten Solarzubau in den kommenden Jahren in Kombination mit dem Fachkräftemangel sind wir auch im Bereich Kundensupport und Wissensvermittlung auf digitale Lösungen angewiesen – und genau dafür haben wir mit unserem KI-Chatbot jetzt einen wichtigen ersten Aufschlag gemacht. Im Prinzip kann sich das jeder vorstellen wie ChatGPT. Unser Chatbot wird aber von uns gezielt darauf trainiert, Fragen aus der Solaranlagenzertifizierung möglichst präzise zu beantworten. Sehr viele Antworten des Chatbots passen momentan schon sehr gut. Bei 100 Prozent sind wir zwar noch nicht, aber wir arbeiten dran. 

CarbonFreed-CTO Niklas Schreiber

Auf welchem Stand ist er denn zum aktuellen Zeitpunkt? 

Niklas: Die Demo-Version des Chatbots ist bereits seit einigen Wochen live. Das Tool wird von unseren Ingenieuren bei der Zertifizierung bereits eingesetzt und damit auf Herz und Nieren getestet. Wir füttern den Chatbot aktuell immer weiter mit Informationen, erweitern beispielsweise sukzessive die Netzbetreiberdatenbank, so dass er schon möglichst bald auch alle Fragen unserer Kunden zu den jeweiligen Anforderungen der spezifischen Netzbetreiber beantworten kann. Der Chatbot wird zur Intersolar über unsere KI-Plattform gridcert nutzbar sein, so dass sich unsere Kunden selbst ein Bild davon machen können. Wer noch kein CarbonFreed-Kunde ist, das KI-Tool und auch unsere neue Academy aber einmal testen möchte, der kann sich über https://app.gridcert.ai/home für einen Testzeitraum registrieren, der dann von uns freigeschaltet wird. Hier hat der User auch die Möglichkeit ein Testprojekt anzulegen und gridcert generell zu testen. 

Welche Funktionen soll der Chatbot zukünftig noch erfüllen? 

Niklas: Wir wollen das Tool so erweitern, dass unsere Kunden auch eigene Dokumente verwenden können. Sie können dann beispielsweise ein PDF mit ihren Dokumenten hochladen und den Chatbot dann gezielt danach fragen, ob er in dem spezifischen Setting mit dem entsprechenden Netzbetreiber Probleme sieht. Das ist momentan schon über gridcert möglich, die Dokumente werden aber zum Teil aktuell noch von unseren Ingenieuren händisch geprüft, was dann immer noch mal etwas Zeit kostet. Damit der gesamte Prozess noch effizienter läuft, soll das zukünftig komplett über den Chatbot laufen.  

Was habt Ihr bei Eurem KI-Chatbot sonst noch auf der Roadmap? 

Niklas: Im Prinzip ist mit unserem Chatbot alles möglich – auch wenn wir zukünftig in Richtung Internationalisierung oder andere EE-Zertifizierungen wie Windenergieprojekte denken. Die Software steht, im Prinzip kommt es dann nur auf die Daten an, mit denen wir den Chatbot trainieren. In Zukunft ist auch denkbar, dass wir das ganze umdrehen! Aktuell ist es so, dass der Chatbot bestehende Daten überprüft und dann Einschätzungen abgibt. Perspektivisch wäre es auch möglich, dass unsere Kunden dem Chatbot die Gegebenheiten des Projekts nennen und die KI hinter dem Tool spuckt dann die perfekte Anlagenplanung aus – natürlich immer mit Blick auf eine möglichst reibungslose Zertifizierung im entsprechenden Netzgebiet. Es gibt viele interessante Features, die wir noch angehen können. 

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