Interview mit CarbonFreed-Gründer Marko Ibsch zur Umsetzung der NELEV Novelle und Änderung der Leistungsgrenze für die Anlagenzertifizierung

Rund 10.000 Anträge für Großspeicher

Rund 10.000 Anträge für Großspeicher

Im vergangenen Jahr beantragten viele Unternehmen den Netzanschluss für Großspeicher. So könnte sich die Anzahl der Anlagen hierzulande bald verzehnfachen, zeigt eine Analyse der Bundesnetzagentur.

Immer mehr Betriebe setzen auf große Batteriespeicher: Ende 2024 waren bei deutschen Netzbetreibern insgesamt 9.710 Netzanschluss-Anträge offen. Das hat ein aktueller Monitoringbericht der Bundesnetzagentur (BNetzA) ergeben. Rund ein Drittel dieser Anfragen – 3.818 Projekte – erhielten noch im Jahr 2024 eine Zusage.

Steigende Zahlen

Bislang sind bundesweit erst 921 Großspeicher mit einem Anschluss ab der Mittelspannungsebene in Betrieb. Wenn alle neuen Projekte genehmigt werden, würde sich die Anzahl verzehnfachen und das Speichervolumen von 3,2 auf 661 Gigawattstunden steigen. 661 Gigawattstunden entsprechen etwa dem durchschnittlichen Tagesverbrauch von 66,1 Millionen Haushalten.

Deutlich mehr Power

Für die Netzstabilität und Versorgungssicherheit ist auch die Gesamtleistung der installierten Batteriespeicher wichtig. Aktuell liegt diese bei 2,3 Gigawatt. Zum Vergleich: Die drei zuletzt abgeschalteten Atomkraftwerke hatten eine Gesamtleistung von 4,5 Gigawatt, also in etwa doppelt so viel. Mit den neuen Projekten könnte die Leistung aller Großspeicher auf 400,3 Gigawatt steigen.

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