Interview mit CarbonFreed-Gründer Marko Ibsch zur Umsetzung der NELEV Novelle und Änderung der Leistungsgrenze für die Anlagenzertifizierung

Gewerbeimmobilien: Viel verschenktes Solar-Potenzial! 

Gewerbeimmobilien: Viel verschenktes Solar-Potenzial! 

Auf den Dächern von Deutschlands Gewerbeimmobilien schlummert viel ungenutztes Potenzial. Die meisten Flächen sind PV-frei – dabei könnten Solarmodule Unmengen an grünem Strom liefern.

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Im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik hat das Fraunhofer IIS kürzlich 120.150 gewerbliche Hallen analysiert. Das Ergebnis: Rund 80 Prozent der Gewerbedächer besitzen noch keine PV-Anlage. Vor allem Gewerbeimmobilien mit einer Fläche von mehr als 50.000 Quadratmetern hinken beim Thema Solarenergie hinterher: Hier sind mehr als 84 Prozent der Dächer PV-frei. 

Quelle: BVL & Fraunhofer IIS (2025)

Viel Potenzial für Photovoltaik 

Theoretisch könnten Solaranlagen auf deutschen Gewerbedächern einen großen Teil der Stromversorgung übernehmen: Würde man alle Gewerbedächer aus Logistik und Industrie mit PV-Anlagen ausstatten, könnte man damit die Leistung von etwa 121 Gas- oder Kohlekraftwerken ersetzen. Das zeigt eine Studie von Garbe Industrial Real Estate. 

Woran scheitert es? 

Oft scheitert der Einsatz von Solaranlagen im Gewerbe an den Investitionskosten. In diesem Fall können Unternehmen auf Förderprogramme der KfW-Bank zurückgreifen. Daneben gibt es auch bauliche und rechtliche Hürden, die den Einsatz von PV-Anlagen verhindern. Und: Die Bürokratie schreckt viele Interessenten ab. Dafür gibt es heute Software-Lösungen (z.B. von CarbonFreed), die die Vorgänge stark vereinfachen und beschleunigen. 

Kostenvorteile von PV 

Für viele Unternehmen lohnt sich die Investition in eine Solaranlage: Je nach Stromtarif amortisiert sich so ein Projekt nach rund sieben Jahren – die Lebensdauer liegt bei circa 30 Jahren. Am meisten lohnt es sich, wenn der selbst erzeugte Strom direkt vor Ort verbraucht wird, da er in der Regel deutlich günstiger ist als Strom aus dem Netz. Wird tagsüber viel Strom verbraucht, zum Beispiel bei der Produktion, spart das Unternehmen also besonders viel. Wird nachts viel Energie benötigt, kann ein zusätzlicher Batteriespeicher sinnvoll sein.  

Ein Ausblick auf die Zukunft 

Die Technik entwickelt sich immer weiter und die Kosten für PV-Module sinken. Die Bundesregierung hat zudem ein klares Ausbauziel für Deutschland festgelegt: Bis zum Jahr 2030 sollen Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 215 Gigawatt (GW) installiert sein und Erneuerbare Energien 80 Prozent des Stromverbrauchs ausmachen. Will Deutschland dieses Ziel erreichen, muss der Einsatz von PV-Anlagen auf Gewerbeimmobilien also ausgeweitet werden.   

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