Deutschland spart Milliarden durch PV-Anlagen
- Redaktion
- 9. Juli 2026
Deutschland spart Milliarden durch PV-Anlagen
Solarenergie entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor in Deutschland. In den Jahren 2020 bis 2025 konnten dadurch potenzielle Kosten durch fossile Energieimporte und Klimaschäden im dreistelligen Milliardenbereich vermieden werden, zeigt eine Auswertung vom BSW-Solar.
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PV-Anlagen gelten längst als attraktive Investition für Unternehmen. Wie stark die deutsche Wirtschaft tatsächlich davon profitiert, verdeutlichen aktuelle Berechnungen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar). Demnach konnte PV-Strom zwischen 2020 und 2025 fossile Energieimporte im Wert von mehr als 20 Milliarden Euro ersetzen. Weltweit waren es einem aktuellen Report der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) zufolge allein im Jahr 2025 etwa 480 Milliarden US-Dollar (≈ 420 Mrd. €).
Solarenergie als wichtige Energiequelle
Der Anteil erneuerbarer Energien an der weltweiten Stromerzeugung wächst kontinuierlich. In Deutschland wurden zwischen 2020 und 2025 insgesamt knapp 390 Terawattstunden (TWh) Solarstrom erzeugt, was etwa drei Viertel des deutschen Jahres-Stromverbrauchs entspricht. Dieser lag dem Umweltbundesamt zufolge im vergangenen Jahr bei circa 526 TWh. Inzwischen stammt mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien – Wind- und Solarkraft verdrängen zunehmend die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl.
Kostenvorteile durch erneuerbare Energien
Dem IRENA-Report zufolge waren erneuerbare Energien 2025 in den meisten Märkten die günstigste Option für neue Stromerzeugung. Der Kostenvorteil gegenüber fossilen Brennstoffen hat sich sogar verstärkt. Während eine Megawattstunde PV-Strom etwa 44 US-Dollar kostete, führten ein Turbinenmangel bei Gaskraftwerken und hohe Gaspreise dazu, dass der Gaspreis pro Megawattstunde in Deutschland auf fast 100 US-Dollar anstieg.
CO₂-Einsparungen durch Solarstrom
Vom Ausbau erneuerbarer Energien profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern vor allem auch das Klima. Im Zeitraum 2020 bis 2025 wurden laut BSW-Solar-Studie durch Solarstrom rund 270 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden, was rund 40 Prozent der deutschen Emissionen pro Jahr entspricht. Das wiederum wirkt sich stark auf die Wirtschaft aus: Laut BSW-Solar konnten in dem untersuchten Zeitraum dadurch potenzielle Klimaschäden im Wert von bis zu 250 Milliarden Euro vermieden werden.
Stromnetze als Schlüssel der Energiewende
Zentrale Treiber der Energiewende in Deutschland bleiben ein schneller Netzausbau sowie schnelle Netzanschlüsse. Nur mit leistungsfähigen Stromleitungen kann erzeugter Solarstrom zuverlässig zu Haushalten und Unternehmen transportiert werden. Beschleunigte Netzanschlussverfahren sorgen gleichzeitig dafür, dass Anlagen ohne Verzögerung ans Netz gehen können. Das ermöglicht einen effizienten Ausbau erneuerbarer Energien, reduziert Netzengpässe und stellt eine klimafreundliche Stromversorgung sicher.
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