Interview mit CarbonFreed-Gründer Marko Ibsch zur Umsetzung der NELEV Novelle und Änderung der Leistungsgrenze für die Anlagenzertifizierung

Zahl der neuen Gewerbeanlagen in Deutschland steigt im ersten Quartal deutlich an

Zahl der neuen Gewerbeanlagen in Deutschland steigt im ersten Quartal deutlich an

Die Zahl der gewerblichen Solaranlagen steigt auch in 2024 immer weiter an. Laut einer Analyse von CarbonFreed basierend auf aktuellen Zahlen aus dem Marktstammdatenregister sind im ersten Quartal des laufenden Jahres mehr als 1.400 Solaranlagen mit einer Nennleistung zwischen 135 und 950 Kilowatt (kW) gemeldet worden. Die Gesamtleistung der Neu-Anlagen beträgt insgesamt rund 650 Megawatt (MW). Im vierten Quartal 2023 lag die Zahl der Neu-Anlagen in diesem Leistungsbereich noch bei knapp 1.050 mit einer gesamten Erzeugungsleistung von 360 MW.

Im gesamten Jahr 2023 sind in Deutschland laut der CarbonFreed-Analyse insgesamt rund 4.100 Gewerbeanlagen installiert worden, was einer Erzeugungsleistung von 1,4 Gigawatt (GW) entspricht. Die Zahl der Neu-Anlagen mit einer Nennleistung zwischen 135 und 950 Kilowatt (kW) ist damit im vergangenen Jahr gegenüber 2022 um mehr als das Dreifache gestiegen. Im ersten Quartal 2023 sind noch knapp 580 gewerbliche Solaranlagen gemeldet worden mit einer Nennleistung von insgesamt 200 MW.

Anteil neu installierter Solaranlagen: Vergleich 4. Quartal 2023 und 1. Quartal 2024
Anteil neu installierter Solaranlagen: Vergleich 4. Quartal 2023 und 1. Quartal 2024

Lange Wartezeiten beim Netzanschluss

Die steigende Anzahl der Neu-Anlagen im gewerblichen Bereich ist zwar gut für die Energiewende, sie bringt laut CarbonFreed-Gründer Marko Ibsch aber auch Nachteile mit sich: „Bevor große Solaranlagen ins Stromnetz integriert werden dürfen, fordert der Netzbetreiber von den Anlagenbetreibern ein Anlagenzertifikat einer akkreditierten Zertifizierungsstelle. Erst wenn das Anlagenzertifikat vorliegt, stellt der Netzbetreiber die Betriebserlaubnis aus. Leider sind die Ingenieure sowohl in den Zertifizierungsstellen als auch bei den Netzbetreibern sehr stark ausgelastet, so dass es häufig zu langen Wartezeiten kommt, bis die Anlagen ans Netz gehen.“

Um den Stau beim Netzanschlussverfahren zu verringern hat sich die Bundesregierung dazu entschieden, mit Einführung des Solarpaket 1 die Regeln zum Anlagenzertifikat zu ändern: „Zukünftig dürfen Anlagen bis zu einer Wechselrichter-Ausgangsleistung von 500 kW und einer maximalen Netzeinspeisung von 270 kW ohne ein Zertifizierungsverfahren ans Netz angeschlossen werden. Die betroffenen Anlagen werden zukünftig nur noch auf Komponentenbasis geprüft, was den Prozess zwar zeitlich etwas verkürzt. Das Problem ist aber, dass niemand mehr genau hinsieht, ob auch die Gesamtanlage am Ende wie gefordert in Betrieb genommen wurde“, erklärt Marko Ibsch.

„Digitale Systeme bringen Energiewende voran“

Der CarbonFreed-Gründer hätte sich vom Bundeswirtschaftsministerium gewünscht, dass sie das Übel an der Wurzel packen und sinnvolle Lösungen erarbeiten, um den Prozess des Netzanschlussverfahrens grundlegend zu verbessern: „Mit der jetzigen Gesetzesänderung werden nur die Symptome behandelt, aber nicht das Problem an sich gelöst. Die Prozesse der verschiedenen Marktteilnehmer im Rahmen der Zertifizierung müssen digitalisiert und miteinander verzahnt werden – so wie wir das bei CarbonFreed mit unserer KI-Software gridcert machen. Digitale Systeme können die Energiewende entscheidend voranbringen, wir müssen es nur wollen.“

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